Christian Meyer auf dem 8. Platz in der Chiba AlpenCUp Gesamtwertung

430 Teilnehmer aus elf Nationen und Didi der „Tourteufel“ als Mozart getarnt, stellten sich der Herausforderung und trotzten dem eiskalten und regnerischen Wetter in Radstadt. Der Amadé Radmarathon ist der erste Lauf von der Radmarathon-Serie des Chiba Alpen Cups. Ich ware live dabei und habe die große Runde mit 146 Kilometern und 2.221Höhenmetern in Angriff genommen.

Der Radmarathon startet gleich mit einen Anstieg (vier Kilometer/270

Höhenmeter) gefolgt von einem zweiten Anstieg (sieben Kilometer/340 Höhenmeter), dabei musste ich eine circa 35 Mann große Gruppe ihres Weges ziehen lassen.

Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt nicht alleine und wir konnten uns wieder an die erste Gruppe heran kämpfen. Ein großen Vorteil waren hierbei meine Schwalbe-Tubeless-Reifen + Schwalbe BlueDoc, denn in der Abfahrt gab es ein kleines Teilstück mit Baustelle, das im Vorfeld sehr gut und genau vom Veranstalter angekündigt worden war.

In diesem Teilstück konnte ich unbeschwert Tempo machen ohne mir – wie in der Vergangenheit – Gedanken über Snakebites oder ähnliches zu machen. Bei St. Martin hatten wir dann circa drei Minuten Rückstand auf die ersten drei, Klaus Steinkeller, Andreas Ortner und Paul Linden, der das Rennen später aufgeben musste.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein überlebensnotwendiges Motto „Lieber im Wind sterben, als hinten erfrieren“. Wenn ihr euch das Bild anseht, dann wisst ihr warum, und machte daher immer schön Druck im Verfolgerfeld.

Bei Kilometer 60 ist es mir dann fast zu kalt geworden ;) , deshalb löste ich mich von der Verfolgergruppe und machte mich, nichts ahnend alleine auf den Weg in Richtung warme Dusche.

30 Kilometer später kam dann die Überraschung. Es war mir – wie auch immer – gelungen, in Sichtweite des Führungsfahrzeugs zu fahren und habe gesehen, dass sich die 3-köpfige Spitzengruppe gesplittet hatte. Mit neuer Motivation und einem Podiumsplatz im Auge fuhr ich weiter. Doch das Leben wäre zu schön, wenn es den Mann mit dem Hammer nicht gäbe, der heute bei vielen Fahrern zugeschlagen hat.

25 Kilometer vor dem Ziel war es dann bei mir soweit. Andreas Ortner, der spätere Drittplatzierte und ich wurden von Christopher Auer (Zweitplatzierter) überrollt, zu diesem Zeitpunkt konnte ich das Tempo nicht mehr halten.

Zu guter Letzt kamen dann auch noch die restlichen acht Leute von der Verfolgergruppe. Demotiviert ließ ich mich einholen in der Hoffnung, nicht Letzter im Schlußsprint zu werden. Am Ende konnten das BULLS Alpine Hawk Team und ich doch noch im Sprint überzeugen und so wurde ich mit 4 Stunden 13 Minuten Achter, zwei Minuten hinter dem Sieger Klaus Steinkeller und einer Minute hinter den Podiumsplätzen.

Der zweite Lauf des Chiba Alpen Cups, der Engadin Radmartathon in Zernez am 13.07.2014 wird die Gesamtwertung in Stein meißeln. Ich werde am Start sein und mein Bestes geben, um den Platz acht in der Gesamtwertung zu verteidigen. Die Hoffnung auf das Podium ist auch noch nicht gestorben, denn auf 211 Kilometern und 3.827 Höhenmetern kann viel passieren.

Gruß Christian

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